Veranstalter:
Logo Landkreis Dahme-Spreewald
Logo Stadt Luckau

gefördert vom:
Logo Kulturland Brandenburg

 

 

Kultur im Gepäck

27. Mai bis 16. September 2018

Kunstausstellung 8 / Künstler


Jochen Schamal / Bildhauerei

Jochen Schamal Spektrale 8Jochen Schamal
Senziger Straße 2
15747 Gussow

E-Mail: b.j.schamal@gmail.com

Website: http://www.bronzeskulpturen-jochen-schamal.de

JOCHEN SCHAMAL

Geboren in Berlin (Ost), beide Eltern sind Bildhauer, Lebt und arbeitet als Plastiker in Gussow
1976 Abitur, anschließend Töpferlehre. Abschluss und freischaffend als Töpfer und Baukeramiker tätig; autodidaktische Weiterbildung zum Bronze-Plastiker

Das digitale Zeitalter
Die Skulptur “ Das digitale Zeitalter “  verweist auf  Wurzeln unserer hochtechnisierten Kultur, die in die Renaissance  zurückreichen und die erst die besonderen Leistungen unserer Zeit ermöglichten. Es war zwar die Erfindungskraft der Ingenieure des zwanzigsten Jahrhunderts, komplexe Rechenmaschinen zu erfinden, aber deren effiziente Leistungsfähigkeit erreichten diese erst durch den Gottesbeweis, den Leibnitz im siebzehnten Jahrhundert mathematisch erdachte. Er unterzog alle Wirklichkeit einer ultimativen Formalisierung durch zwei Zahlen: Null und Eins. Und einmal in Fahrt gekommen, entwickelte er die digitale Schreibweise, mit der heute sämtliche Computer arbeiten. Diese Formalisierung  vereinfacht zwar viele Prozesse, mit denen Realitäten durchdacht und vor allem technisch  erzeugt werden, aber überlässt dieses neue „Werkzeug″ und dessen Methode nach wie vor dem Verständnis und der Verantwortung seiner Benutzer.
Meine Skulptur  verweist auf die Poesie, Dramatik und Zerrissenheit, die sich in diesem Spannungsfeld bewegt und dabei von Unsterblichkeit träumt.
Trotz mathematischer Logik bleibt es ein Spiel der Imagination, mit der Realität zwar gestaltet, aber nicht aufgehoben werden kann. Diese „Kultur″ haben wir im Gepäck und übereignen sie der Frische und Kreativität nachfolgender Generationen. (js)

Das digitale Zeitalter, Jochen Schamal, Spektrale 8Titel: „Das digitale Zeitalter“,
(Arbeitszustand Dezember 2017)

Rainer Sperl / Plastik

Rainer Sperl
Alt Nowawes 89
14482 Potsdam

 

Telefon: 03 31 – 70 56 32
E-Mail: sperl@sperlzeug.de
Webseite: www.sperlzeug.de

Rainer Sperl

  • Geboren 1949 in Chemnitz, lebt und arbeitet in Potsdam
  • 1973 Studium an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Heiligendamm
  • seit 1976 Filmarchitekt im DEFA-Studio für Spielfilme in Potsdam Babelsberg
  • 1978 Ausstattung, Bühnenbild, Kostüme, Plakat und Programmheft im Potsdamer Kabarett „Obelisk“
  • seit 1986 Freiberuflicher Skulpteur, Objekt-Arrangeur, Material-Collageur und Kunst-am-Bau-Gestalter
  • 1991 Gründung der Sperl-Galerie in Potsdam (mit seiner Frau Ursula)

„Das Geheimnis der Wirkung der Arbeiten von Rainer Sperl ist der unprätentiöse und doch so zupackende Humor, der trotz seiner hintergründigen und nicht selten makabren Bosheit (die jedoch nie wirklich verletzend wirkt) auf hyperintellektuelle Spitzfindigkeiten verzichtet. Seine Plastiken sind trotz ihrer oft grotesken Art voller Menschenliebe. Nur wer die Menschen liebt, kann sich so unbefangen über sie lustig machen, ohne zu kränken (…) Sperls Humor ist ein zäher menschlicher Widerstand gegen die Widrigkeiten unserer Verhältnisse, ein schmunzelnder Guerilla gegen die marodierende Unvernunft, ein geistvoller Partisan gegen hochmütige Kolonisatoren. Einen solchen humorigen Widerstand haben wir für unsere Selbstbehauptung bitter nötig, denn wer heute den Humor verliert, hat morgen nichts zu lachen.“ Zitat von Ralf Schleiff

ZUGVÖGEL
Am liebsten vertraut Rainer Sperl der poetischen Natur der Materie, ohne ihr mit missionarischem Eifer Bedeutungszuweisungen zu oktroyieren. Projektionsflächen für Theorienbildung? Fehlanzeige. Dann schon eher artistische Faszinationsobjekte in edler Einfalt. Sperl verfügt über ein ausgeprägt visuelles Alphabet korrespondierender Einzelteile, das er über die Jahre mit deutlicher Vehemenz entwickelt und variiert hat. Von daher weist seine Skulptur von den Zugvögeln eine erzählerische Ebene auf, die, mit Doppelbödigkeit und Hintersinn gepaart, zur Kommunikation mit dem Betrachter einlädt. Schräge Vögel, die ein Terrain besetzt halten und im unmittelbaren, nicht immer stressfreien Miteinander, ihre Individualität ausleben. Trotz unterschiedlicher Naturen und Ansprüche, trotz Daseinskämpfen und Konkurrenzverhalten, stehen sie im Zusammenwirken letztlich für Vielseitigkeit und Toleranz. Ein Schelm, wer in Zeiten, da Abgrenzung und Intoleranz Konjunktur haben und breite gesellschaftliche Zustimmung erfahren, nicht an ein sinnstiftendes Zeichen denkt. (rs/hs)

Zugvögel

Said Baalbaki / Malerei / Plastik / Installationen

Said Baalbaki Spektrale 8Said Baalbaki

Perleberger Str. 60
10559 Berlin

Telefon: 01 79 – 7 46 66 37
E-Mail: baalk@hotmail.com

Said Baalbaki

  • Geboren 1974 in Beirut, Libanon; born in Beirut, Lebanon
  • 1994-1998 Studium der Malerei am Institut des Beaux ArtsBeirut, studied painting at Institut des Beaux Arts Beirut
  • 200-2001 Sommerakademie bei Marwan, Darat al Funun, Jordanien
  • 2003-2005 Studium der Malerei an der Universität der Künste, Berlin, Meisterschüler bei Burkhard Held; studied painting at Universität der Künste, Berlin, Meisterschüler with Burkhard Held
  • 2006-2008 Master of Arts, Institut für Kunst im Kontext, UdK Berlin

Geflüchtet
Was machen arabische Wörter in „unserer“ Sprache?
Mein Projekt beschäftigt sich mit der durchlässigen Grenze der Sprache und des entweder bedrohlich-visuellen oder ästhetischen Aspekts der arabischen Kalligrafie. Diese Wahrnehmung differiert je nach soziokulturellem Hintergrund des jeweiligen Betrachters. Die Wörter dieses Projekts entstehen nicht unter der Feder eines Kalligrafen, sondern werden von mir aus modellierten Gürteln geformt. Der Gürtel steht für mich im Spannungsfeld zwischen staatlicher Macht und ihrem Machtverlust. Als ich 2014 begann, die Gürtel als Skulpturen aufzufassen und mit ihnen als dreidimensionalen Objekten zu experimentieren, fertigte ich zuerst eine kleine Silikonform für die Wachsmodelle an, um ihre Umsetzbarkeit und Flexibilität zu testen. Der Gürtel wird dabei gebogen, gestreckt, gefaltet oder gerollt, so als entstünde er unter der Feder eines Kalligrafen. Dabei konzentriere ich mich auf arabische Wörter, die ihren Weg in die deutsche Sprache fanden, obwohl es zwischen der arabischen Welt und dem deutschsprachigen Raum keine territorialen Berührungspunkte gab. Wörter, die direkt oder indirekt aus dem Lateinischen, Spanischen, Italienischen und Französischen entlehnt wurden, kamen über Land- und Seewege nach Europa, über Handelswege, kulturellen Austausch und Kriege. Ebenso wurden Fach- und Grundbegriffe aus den Wissenschaften übernommen: der Astrologie, der Mathematik, der Chemie, den Feldern, in denen die Araber damals federführend waren. Auch Begriffe, die zu unserem täglichen Gebrauch gehören, stehen im Fokus meines Projekts: Orangen, Zucker, Kaffee, Alkohol, Elixier, Magazin, Sofa, Matratze, Koffer, Razzia, Maskerade, Kohle, Ziffer, Chiffre etc.
Das Zusammenfügen der Gürtel zu einem kalligrafischen Schriftzug spiegelt sowohl die ästhetische Schönheit der arabischen Kalligrafie in ihrem Ursprung wider, als auch ihre als Bedrohung empfundene Konnotation im Zeitalter globaler Fluchtbewegungen. Gewalttätigkeit und Brutalität in unserer Gesellschaft basieren u.a. auf Unkenntnis und Missachtung des historisch-kulturellen Einflusses des Arabischen auf Europa. (sb)

 

Lutz Friedel / Malerei / Bildhauerei

Lutz Friedel Spektrale 8Lutz Friedel
Waldstraße 24
14728 Schönholz

Tel. 03 38 75 – 9 04 89
Funk: 01 51 – 64 57 09 98
E-Mail: info@lutzfriedel.de
Webseite: www.lutzfriedel.de

LUTZ FRIEDEL

  • Geboren 1948 in Leipzig, lebt im Havelland
  • 1968 – 1970 Studium an der Hochschule für bildende Künste in Dresden
  • 1970 – 1973 Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig (Diplom)
  • 1977 – 1980 Umzug nach Ostberlin, Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin bei Prof. Bernhard Heisig
  • 1984 Übersiedlung nach Frankfurt a. M. ein Jahr später Umzug nach Berlin Kreuzberg
  • 1990 Beginn der bildhauerischen Arbeit, erste Kopfskulpturen entstehen
  • 1992 – 1999 mehrere Studienreisen nach Italien, längere Aufenthalte in Pompeij und auf Sizilien
  • 2000 Wiederaufnahme der holzplastischen Arbeiten im Atelier im Havelland
  • 2012 Brandenburgischer Kunstpreis für Malerei

Köpfe
Über den Zeitraum mehrerer Jahrhunderte gehörten Kunstwerke zum Beipack der Kaufleute, die auf unzähligen Handelsrouten kreuz und quer in Europa unterwegs waren. Von der Seemacht Holland ausgehend, beeinflussten seit dem 15. Jahrhundert ein sich emanzipierendes Bürgertum und ein blühender Welthandel die Kunst, deren neuer Realismus vor allem für die europäische Porträtkunst im 17. Jahrhundert vorbildhaft wurde. Häufig wurden Bilder von Flandern vor allem nach Deutschland und Italien gebracht.
Der konsequent figurativ arbeitende Maler und Bildhauer Lutz Friedel aus Schönholz gehört zu den Künstlern, die sich an Personen und Ereignissen der zurückliegenden Menschheitsgeschichte reiben. Deutlich wird das vor allem an den überdimensionierten Köpfen, mit denen individuelle Charaktere, aber auch allgemeine und die Zeiten überdauernde Zustände erkennbar Gestalt annehmen. Seit 1991 haut und sägt der bis dahin ausschließlich als Maler tätige Friedl in seinem Schönholzer Gehöft Vertreter aus ganz unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Milieus. Zumeist aus Eichenholz grob gehauen und gesägt, wird die kantige und rissige Oberfläche durch den Auftrag von Ölfarbe belebt und zusätzlich akzentuiert. Er selbst bekennt: „Ich arbeite, bis das Holz eine Seele hat“. Von diesen plastischen Porträts geht ein optischer Reiz aus, der zum gedanklichen Dialog einlädt. (hs)

Arne Kalkbrenner / Plastik / Installationen

Arne Kalkbrenner Spektrale 8Arne Kalkbrenner

Warbender Straße 23
17291 Nordwestuckermark

Funk: 01 73 – 9 96 33 96
E-Mail: arnekalkbrenner@gmx.de
Webseite: www.arne-kalkbrenner.de

ARNE KALKBRENNER

  • Geboren 1975 in Stendal/Altmark
  • 1992-1995 Tischlerlehre
  • 1996-2002 div. Tätigkeiten in sozialen Bereichen
  • 1998-2002 Mitarbeit in den Kunstgießereien Flierl & Mundry / Berlin und Studium der Bronzegusstechnik und Ziselierarbeit
  • 2003-2004 Ausbildung zum Kunsttherapeuten an der Werkkunstschule Anklam
  • 2004-05 Studium der menschlichen Anatomie und Zeichnung an der Grafik-Design-Schule Anklam; seitdem freiberuflich tätig
  • 2005-2008 Studium der Steinbildhauerei bei Toralf Jaekel
  • 2007 Mitbegründer der Künstlergruppe „umKunst“ (www.umkunst-uckermark.de)

lebt und arbeitet gemeinsam mit Mudry in Nordwestuckermark
Arbeiten in Bronze, Ton, Stein, Gips, Stoff, Metall, Wachs

transit pieces
Transitstücke? Arne Kalkbrenner nimmt den Begriff Kulturtransfers in der Vergangenheit beim Wort. Zum einen markiert er die in unterschiedlicher Stärke sich berührenden, sich überlagernden oder sich kreuzenden Linien in eine kompakte Bodenplatte, die auf eingefahrene Radspuren verweisen. Spuren, die in ihrer reduzierten Zeichenhaftigkeit als Handelswege in jede beliebige Richtung funktionieren, ohne Anfang und ohne Ende. Drei Kisten, eine davon geöffnet, verweisen auf Zeiten, in denen begehrte Kostbarkeiten, aber auch seltene Gewürze, edle Tuche und Schmuck in schlichte Holzkisten verpackt, transportiert wurden, um sie in den Kaufhallen der Rathäuser oder auf den Jahrmärkten anzubieten. Kalkbrenner nutzt die Symbolfarbe Gold, um den wertvollen Inhalt in eine über den Warengehalt hinausweisende sinnbildliche Kulturleistung zu übertragen. Gold als Zahlungsmittel mit immerwährender Faszination, das mit dem Grau der Bodenplatte und den objekthaften Versatzstücken zu einem spannungsgeladenen Ganzen vereint wird. (hs)

Steffen Mertens / Malerei / Plastik / Installationen

Steffen Mertens Spektrale 8Steffen Mertens
Sandower Straße 56
03046 Cottbus

Telefon: 03 55 – 29 03 52 11

Klein-Döbbern
Birkenweg 4
03058 Neuhausen/Spree

Tel/Fax: 03 56 08 – 4 00 29
E-Mail: info@steffen.mertens.de
Webseite: www.steffen-mertens.de

 

STEFFEN MERTENS

  • 1943 geboren 1943 in Rathenow, lebt und arbeitet in Cottbus und Klein-Döbbern
  • 1964-1968 Studium der Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
  • 1972-1973 Beginn bildhauerischer Arbeiten unter Mentor Werne Stötzer
  • seit 1974 Tätigkeit als freiberuflicher Bildhauer
  • 1990-1992 Theaterplastiker am Staatstheater Cottbus
  • seitdem freiberufliche Tätigkeit als Bildhauer

Troika impossibile
Steffen Mertens ist bekannt für seine humorvollen bis ironischen Einfälle und Ideen, mit denen er die Kunstszene im Land Brandenburg aufmischt. Da wundert es nicht, dass er mit der unmöglichen Troika einen Lieferwagen mit auffallend großen Rädern, der im Sinne einer historisierenden Anekdote auf längst vergessenen Handelswegen daherkommt, vor der Stadtmauer in Luckau präsentiert. Sichtbar sind zudem ein zweibeiniges Zugpferd und ein Reiter. Auf der Ladefläche des Wagens der Troika impossibile eröffnen sich mit dem großen, in Schräglage geratenen Kopf, der wegzurutschen droht, ein Gleichnis mit Interpretationsspielräumen. Für den großen Wagen kein Problem, für die Visionen und Köpfe schon und erst recht für den die Wirklichkeit kritisch reflektierenden Künstler. Und dem geht es nicht zuletzt um die provokatorische Identifizierung des Ästhetischen mit dem Nicht-Ästhetischen als Ausdruck einer dadaistischen Attitüde. (sm/hs)

 

 

Alice Bahra / Objekte / Installationen

Alice Bahra Spektrale 8Alice Bahra
In der Aue 13
14480 Potsdam

Telefon: 03 31 – 62 15 61
Funk: 01 75 – 5 34 79 74
E-Mail: alice.bahra@web.de
Webseite: www.alicebahra.de

Alice Bahra

  • 1945 geboren in Landsberg/Lech
  • 1965/66 Geburt der beiden Kinder
  • 1971-76 Töpferlehre, Meisterprüfung, Abendstudium für Plastik
  • seit 1976 freischaffend, lebt und arbeitet in Potsdam
  • seit 1992 Beginn der raumbezogenen Arbeiten und fotografischen Notizen
  • 1992 Studienreise nach Philadelphia und New York, USA
  • seit 1981 baugebundene Arbeiten
  • 2016 Brandenburgischer Kunstpreis für Skulptur
  • 2002 Stipendium Atelierhof Werenzhain
  • Otto-Niemeyer-Holstein Stipendium
  • 1994 + 97 Stipendium für Bildende Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg,
  • 1994 Förderpreis für Bildende Kunst des Landes Brandenburg
  • 1993 + 99 Stipendium der Stiftung Kulturfonds, Berlin

… Im Laufe der kunsthandwerklichen Arbeit begann Alice Bahra irgendwann damit, ihre Gefäße zu zerschneiden, zu schachteln, zu türmen und zu bauen. Die Kannen, Vasen, Tassen, Becher wurden zum plastischen Material, sie behaupteten sich im Raum und veränderten ihn. Die Körper fingen an, sich auf der Fläche zu bewegen. Die Geschirrteile auf einem Tablett wirkten nun wie Figuren auf einem Spielfeld oder wie Architektur auf einem Grundriss. Mit der Entscheidung, vom farbigen Ton überzugreifen auf weißes Porzellan, das nicht mehr modelliert, sondern gegossen wird, erschloss sich für Alice Bahra die Produktion mit den Mitteln der Reproduktion. Das Modell wurde zum Modul. Die freie bildhauerische Arbeit trat neben die gewohnte Praxis…

Sabine Fassl / Objekte / Installationen

Sabine Fassl Spektrale 8Sabine Fassl
Greifswalder Str. 202
10405 Berlin

 

 

Mobil: 01 73 – 6 14 83 18

E-Mail: info@sabine-fassl.de
Webseite: www.sabine-fassl.de

 SABINE FASSL

  • 1973 geboren in Hamburg, lebt und arbeitet in Berlin
  • 1994-1998 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg
  • 1998-2002 Studium an der Universität der Künste in Berlin
  • 2000 Erasmus-Stipendium an der Königlichen Dänischen Bildhauerakademie in Kopenhagen
  • 2005 DAAD Stipendium in der Schweiz
  • 2005-06 Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung
  • 2006-08 Atelierstipendium der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin
  • 2009 Stipendium des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop

planta ornamental 

Die Berliner Künstlerin Sabine Fassl verweist in ihrer Installationsarbeit „planta ornamental“ auf spielerische Art und Weise auf das Ornament als Ausdruck der kulturellen Absorption und Durchdringung unterschiedlichster Kulturkreise. Ausgehend von Ornamenten an Luckauer Hausfassaden, Verzierungen antiker und altertümlicher Gefäße, sowie historischer Porzellanmalereien entwickelt sie Strukturen und Muster, die vertraut erscheinen, sich aber einer Zuordnung entziehen – gezeichnet auf ca.120 Schalen aus weißem Glas und Porzellan. Über lange Zeiträume hinweg waren Schalen und Gefäße wichtige Handelsgüter, Ausdruck von Wohlstand, Kulturträger sowie Ausdruck eines spezifischen Zeitgeists. Im Zeitalter der Globalisierung sind sie weitestgehend ersetzt durch unspezifische Produkte einer Massenindustrie. Die Muster und Strukturen auf den Schalen lassen Assoziationen an diese Blütezeit anklingen. Montiert auf Holzpflöcke breitet sich dieses Schalen-Meer an Blütenköpfen um ein Baumfragment herum aus, fügt sich in die Parklandschaft ein und überwuchert sie – Zierpflanzen einer stilisierten Natur aus ornamentalen Rhythmen.

planta ornamental

Chris Hinze / Bildhauerei / Installationen

Chris Hinze Spektrale 8Chris Hinze
Chris Hinze GmbH
Hermann-Elflein-Straße 24
14467 Potsdam

 

 

E-Mail: chrishinze@chrishinze.de
Webseite: www.chrishinze.de

Chris Hinze

  • 1969 geboren in Cottbus
  • künstlerischer Werdegang: Autodidakt, Mentoren Hans Scheuerecker u.a.
  • freischaffend seit 1992
  • Arbeitsbereiche sind Skulptur, Malerei, Installation und Performance
  • Gründung des Kunsthauses „sans titre″ im September 2009
  • Preis Arbeitsaufenthalt mit Ausstellung in Montevideo (Cabildo de Montevideo), Uruguay

Transit pieces
Chris Hinze übt sich gern in der Geringschätzung von hochkulturellen Konventionen. Von daher ist Transit pieces auf den ersten Blick ein Stück Stahl mit einem Loch. Chris Hinze lässt offen, ob das mit Schwimmwesten verstopfte Leck in der verrosteten Bordwand von einem Handelsschiff oder einem Passagierdampfer stammt. Oder es sich, bei einem Perspektivenwechsel, eher um eine Rettungsinsel für in Seenot geratene oder von Piraten überfallene Kaufleute handelt? Der Rest des auf NWO endenden Schriftzuges bringt da auch keine Aufklärung. Hinze legt sich in seinen Arbeiten nicht fest, um möglichst viele Denkanstöße zu provozieren. Das Schiff selbst ist immer unterwegs. Es transportiert Güter und Geschichten. Es verbindet Horizonte und unterschiedliche Kulturen. Es steht für Bewegung. Es steht für Sehnsucht nach neuen Ufern. In jedem Fall bezieht Transi Pieces seine Wirkung aus tief im europäischen Bewusstsein gespeicherten Erinnerungen, die Hinze mit eigenen Erfahrungen und Anschauungen von der Welt verbindet. Dabei werden Offenheit und Geschlossenheit auf abrupte Weise symbolhaft verbunden und mit elementarer Wucht sichtbar gemacht. (hs)

  

Andreas Theurer / Bildhauerei / Installationen

Andreas Theurer
Tegeler Weg 99
10589 Berlin

 

Studios Töpchin
Wünsdorfer Str. 33
15749 Mittenwalde

+49 (0)171 120 1964 oder +49 (0)33769 630 538

E-Mail: mail@andreas-theurer.com
Webseite: http://www.andreas-theurer.com

ANDREAS THEURER

  • 1956 in Göppingen geboren
  • 1963 – 76 Grundschule und Gymnasium in Hof . Bayern
  • 1977 – 83 Bildhauerstudium bei Alfred Hrdlicka, Kunstakademie Stuttgart
  • 1982 Studienreise durch die Sowjetunion Japan und China
  • 1983 – 88 Assistent an der Technischen Universität Braunschweig am Institut für Elementares Formen
  • 1989 – 93 Freiberufliche Tätigkeit in Berlin Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin
  • 1993 Berufung an die Hochschule Anhalt in Dessau Künstlerische Grundlagen der Gestaltung
  • 1995 Dekan im Fachbereich Design der Hochschule Anhalt
  • 2002 . 03 Gastdozentur an der Kabul University . Faculty of Fine Arts mit Friedrich-Ebert-Stiftung . Goethe-Institut . DAAD
  • 2004 Gründungsmitglied bei Sculpture Network
  • 2009 Aufnahme im Deutschen Künstlerbund
  • 2016 Mitglied im Kuratorium der Georg-Kolbe-Stiftung
  • 2017 1. Preis Wettbewerb Mainz . Gedenkort Deportationsrampe

lebt und arbeitet in Berlin . Studios Töpchin . Dessau vertreten durch Galerie Tammen & Partner Berlin . Galerie Wild Zürich

EXISTERE
Andreas Theurer insistiert mit seinen beiden Skulpturen auf den Unterschied von Existenz und Essenz in Philosophie und Leben. Für Jean Paul Sartre (1905-1980), einen der geistigen Väter der Philosophie des Existenzialismus war es die Existenz, die zwischen dem Wesen und dem Sosein des Menschen der Essenz vorausgeht. Ergo: erst existiert der Mensch, dann definiert er sich. Er ist frei in seinem Handeln und damit auch verantwortlich für sein Tun. Herunter gebrochen auf die Welt der Kaufleute oder eben auch auf Migranten bedeutet das: nicht nur materielle, sondern auch ideelle Güter wurden und werden über Grenzen transportiert, die zur Entwicklung der Gesellschaften beitragen. Bei Theurer begegnen sich zwei Figurationen, die unterwegs sind, scheinbar ohne Ziel und Absicht. Ein Paar jedoch, das im Dialog dem Kern des Existenziellen nachspürt und dabei die Gewissheiten von gestern und heute zu hinterfragen scheint. Das Zusammenspiel der Formen wird durch das gebrochene Schwarz und dass intensive und sinnliche strahlende Rot als Ausdruck von Feuer oder Leidenschaft gesteigert. (hs)

gefördert vom:

Logo Landkreis Dahme-Spreewald

Logo Stadt Luckau